Irrfahrt

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Wie so oft in den letzten Wochen führt mich mein Weg vorbei an dem kleinen Kiosk und über die Schienen der immer leerer werdenden Straßenbahn. Der Wechsel von Beton zu Kies lockert meine Gedanken bis sie langsam im monotonen Rauschen des Waldes verstummen.

Der Gang durch den Wald ist seit der Abkehr vom sozialen Leben tägliche Routine geworden. Schritt für Schritt bewege ich mich durch den beständigen Ausdruck des Wandels. Beobachte den Wechsel der Jahreszeiten. Die Menschen um mich herum. Und erkenne jeden Tag aufs Neue, dass die Welt eine andere wird, wenn wir sie von Innen heraus betrachten. 

Jener besonderen Wirkung des Waldes auf den Menschen hat sich Thriller-Autorin Melanie Raabe in ihrem neuen Roman gewidmet. In „Die Wälder“ nimmt sie uns mit auf eine Reise zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Zwischen Leben und Tod.

Gemeinsam mit der Protagonistin Nina erleben wir eine spannungsgeladene Irrfahrt durch die nächtlichen Wälder. Ohne Orientierung und doch mit klarem Ziel vor Augen stolpern wir mit ihr durch das dichte Geäst schattenhafter Kindheitserinnerungen, bis am Ende des Weges die aufgehende Sonne Licht in die Dunkelheit der Ereignisse bringt.

Melanie Raabe - Die Wälder
Melanie Raabe - Die Wälder

Rezensionsexemplar

Lara

Als Pendlerin zwischen Gestern und Heute teile ich seit 2019 meinen inneren Monolog auf dieser Website. Micropolis ist für mich Collage und leeres Blatt. Eskapismus und Tor zur Welt.

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